Baobabs

Baobabs sind die charakteristischen Bäume Afrikas, die in Zentralafrika und in der trockenen Savanne beheimatet sind. Von Seefahrern und Händlern wurden die Bäume auf die vorgeladerten Inseln Afrikas wie z. B. nach Madagaskar gebracht und gelangten weiter nach Indien, Malaysia, Indonesien, in die Karibik und nach Amerika.

Botanisch gehört der Baobab zu den Bombacaceaen und dabei der Gattung "Adansonia" an. Diese umfasst acht ähnliche Arten, von denen die Art "digitata" vor allem in Afrika vorkommt.

Der Name Baobab stammt wahrscheinlich vom arabischen "bu hibab", d. h. Frucht der vielfachen Samen. Der lateinische Gattungsname stammt vom französischen Botaniker Michel Adanson, der bereits im 18. Jahrundert als einer der Ersten die Pflanze und deren Eigenschaften studierte. Der Artname "digitata" ist auf die typische digitale Form der Blätter zurückzuführen, die an Finger erinnert.

Der Stamm kann einen Durchmesser von 10 m und eine Höhe von 25 m erreichen (13). Das Geäst hat einen Durchmesser von bis zu 50 m.

Blätter, Rinde, Wurzeln sowie die Frucht mit Schale, Samen, roter Faser und Pulpe werden als Nahrungs- und Heilmittel genutzt. Wegen der vielseitigen Verwendung und wertvollen Inhaltsstoffe wird der Baum auch "Apothekerbaum" oder "Zauberbaum" genannt (1).

Die Baobabfrucht besteht aus einer kapselförmigen, holzartigen Schale, die im Inneren das Fruchtfleisch (Pulpe) und die Samen enthält. Das reife Fruchtfleisch ist trocken, pulverartig, weißlich und schmeckt leicht sauer (2). Die Gewinnung erfolgt mechanisch, indem die Schale aufgebrochen wird.

Die Frucht enthält außerordentlich viel Vitamin C (3) und ist eine sehr gute Calicumquelle (4). Das Fruchtfleisch enthält lösliche und unlösliche Ballaststoffe, die unter anderem präbiotische Eigenschaften haben (5). Zudem weißt die Pulpe entzündungshemmende, fibersenkende (6) und leberschützende (7) Eigenschaften auf.