Entnahme der Samen

Aus den reifen Früchten werden die Samen entnommen. Diese werden anschließend gewaschen und getrocknet. In luftdichten Behältern und bei niedrigen Temperaturen ist das Saatgut mehrere Jahre keimfähig (16, 20).

Vermehrung

Für eine gute Keimung (generative Vermehrung) ist folgendes zu beachten:
Die Samenschale kann leicht eingeritzt werden, damit Nährstoffe hineinkommen können.
Dann werden die Samen ca. 5 Minuten in kochendes Wasser gelegt und anschließend für 3 Tage im Wasser eingeweicht.
Die am stärksten gequollenen Samen setzen.
Für die Pflanzung mischt man in einem 20 cm hohen Topf, 3 Teile Erde mit je 1 Teil Sand und Kompost.
Dann setzt man 1 bis 2 Samen mittig ein und gießt die Pflanzen alle 2 bis 3 Tage. Die Keimung erfolgt ab Tag 8.
Hat der Setzling 2 bis 3 Paar Blätter, kann er umgetopft werden.
Mit dieser Vorbehandlung steigt die Keimwahrscheinlichkeit auf 90 % (20).

Eine vegetative Vermehrung ist über Stecklinge und Veredelung möglich (20).

Pflege der Bäume in Europa

Baobabs sind nicht winterfest. Die bevorzugte Temperatur liegt zwischen 20 und 40 °C, kann aber auch niedriger sein (bis maximal 5 °C). Es darf nur kein Frost herrschen (20). In Europa sollten die Bäume in warmen, sonnigen Räumen stehen. Sie können im Sommer nach draußen gestellt werden, wobei darauf zu achten ist, dass keine zu tiefen Nachttemperaturen herrschen. Baobabs sind periodisch laubabwerfende Bäume. Auch in Europa verlieren die Bäume für ein paar Monate ihre Blätter. Wenn sie das tun, benötigen diese nur noch sehr wenig Wasser. Normalerweise reicht es aus, die Bäume einmal im Monat zu gießen. Bei günstigen Bedingungen wachsen Baobabs sehr schnell. So können sie innerhalb von 2 Jahren eine Wuchshöhe von 2 m erreichen (16). In den ersten Jahren haben die Bäume Pfahlwurzeln, die sehr lange werden können (16). Es empfiehlt sich daher, die Baobabs in hohe Töpfe zu pflanzen.