Blütezeit

Der Baobab blüht zum ersten Mal zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr. Mit Beginn der Regenzeit, beginnt in der Regel auch die Blütezeit, die 4 bis 6 Wochen dauert, wobei die einzelne Blüte nur 24 Stunden blüht. Die Blüten öffnen sich am frühen Abend, sodass diese in der Nacht bestäubt werden können. Die Blütenanzahl pro Baum liegt zwischen 1 und 50 Blüten pro Tag (13). Eine Bestäubung erfolgt durch Insekten (z. B. Nachtfalter), Fledermäuse und den Wind (16).

Vermehrung und Verbreitung

Nach 5 bis 6 Monaten entsteht aus der Blüte die Baobabfrucht. Werden diese nicht geerntet, fallen sie selbst vom Baum, wobei meist die Schale aufbricht (13). Am Boden werden die Samen von Termiten freigelegt, die die Fruchtpulpe fressen. Aber nicht nur Termiten, sondern auch Affen, Eichhörnchen, Ratten, Elefanten und Vögel fressen die Früchte - zum Teil mit samt den Samen - und tragen so zur Verbreitung der Bäume bei (15).
Die Samen bleiben viele Jahre keimfähig, wobei die natürliche Keimwahrscheinlichkeit bei maximal 20 % liegt. Grund dafür ist die sehr harte Samenschale, die eine physikalische Barriere darstellt (15, 16). Die Keimung erfolgt meist in der Regenzeit (20), aber auch, indem die Samen den Verdauungstrakt von Tieren passieren und so die Keimhemmung bzw. -ruhe durchbrochen wird.

Entwicklungsphasen

Die Entwicklungsphasen des Baumes beginnen mit der Jugend- bzw. Schößlingsphase, die der Baum zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr erreicht. Der Baum wächste dabei bis zu 6 m hoch. Dann folgt die Kegelphase, in der der Baum bis zu 70 Jahre alt werden kann. Er wird dabei bis zu 7 m dick und 15 m hoch. Der dicke Stamm erreicht ein Volumen von bis zu 200 m3;. Dieses große Volumen dient vor allem der Wassereinlagerung im Holz (Fasern) bzw. in den Hohlräumen des Stamms (16). In der nächsten Phase wird der Baobab nur noch langsam dicker. Diese Phase wird Flaschenphase genannt und der Baum kann in dieser Zeit ein Alter von 300 Jahren erreichen. Danach beginnt die Altersphase, die durch eine ausladende Krone und oft auch hohle und mehrfache Stämme gekennzeichnet ist (19, 20, 21).